ALLES ÜBER KAFFEE

Was macht eine Alltagsabenteurerin, wenn sie zwei Karten für ein Kaffee-Seminar gekauft hat, die Freundin, mit der sie dorthin wollte sich aber leider aufgrund einer schweren Grippe der Sofagravitation ergeben muss? Sie macht aus einem Alltagsabenteuer einfach zwei und sucht sich einen Kaffee-Fan über die Freizeit-App von Jetztra.

Die App schlummerte schon länger auf meinem Smartphone, aber bisher war ich noch nicht dazu gekommen, sie selbst zu testen. Da ich keine Lust hatte, allein zu dem Kaffee-Seminar zu gehen und sonst auch niemand aus meinem Freundeskreis zur Verfügung stand, tipperte ich mein Inserat in die App, vergab drei Hashtags und wartete ungeduldig auf Nachrichten von anderen Alltagsabenteurern. Außer meinem waren nur noch zwei andere Freizeitvorschläge online und ich fragte mich, ob der Mittwochabend kein guter Tag für die Alltagsabenteurersuche war. Doch ein paar Stunden später meldete sich Hannah1494 und wir verabredeten uns über die Chat-Funktion der App für den nächsten Tag. Damit wir uns vor Ort erkennen würden, nannten wir noch unser Alter und beschrieben unsere Haar- und voraussichtlichen Jackenfarben.

So war es dann auch kein Problem, sich vor dem großen, orangefarbenen Haus zu finden, in dem sich das Becking Kaffee befindet. In der Hamburger Kaffee-Manufaktur mit Rösterei, Café und Laden im Stadtteil Bahrenfeld werden regelmäßige Kaffee- und Espresso-Seminare angeboten und da ich gehört hatte, dass diese ganz toll sein sollen, wollte ich auch unbedingt einmal daran teilnehmen. Zur Einstimmung gab es für uns einen heißen Cappuccino, so dass auch Hannah und ich erst einmal miteinander warm werden und uns etwas kennenlernen konnten, bevor das Seminar losging. Hannah ist Mitte zwanzig, Kaffeetrinkerin und hatte die Jetztra-App schon ein paar Mal genutzt, um sich spontan zu verabreden und kleine Alltagsabenteuer zu erleben. Sie erzählte, dass sie bisher sehr gute Erfahrungen gemacht und durch die App nette Leute kennengelernt hatte. Ich fragte sie, ob sie es auch schade findet, dass man immer erst ein Inserat einstellen muss, um die Freizeitangebote der anderen Nutzer zu sehen. Manchmal möchte man sich doch vielleicht einfach gern inspirieren und von jemandem mitreißen lassen. Doch Hannah meinte, dadurch seien die Verabredungen verbindlicher, wenn zwei Interessenspartner durch eine ähnliche Idee miteinander gematcht werden. So verplauderten wir die Viertelstunde, die wir zu früh gewesen waren, schnell.

 

Das Seminar startete vor der kleinen Röstmaschine im Verkaufsraum und mit allerlei Informationen zu Kaffeebohnen, Röstzeiten und dem großen Unterschied zwischen heutigem Industriekaffee und den Kaffeesorten von kleinen Manufakturen wie dem Becking Kaffee. Denn dass ein Kaffee, bei dem die Röstzeit von 15 Minuten auf 91 Sekunden reduziert wurde, ziemlich sauer schmeckt und den Magen reizt, da die Gerbsäuren keine Zeit hatten, die Kaffeebohne zu verlassen, das leuchtete auch uns Laien sofort ein.

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Weiter ging es danach zu den großen Röstmaschinen, hinauf zum Bohnenlager und zur Mahlmaschine, wieder hinunter in den Abfüll- und Abpack-Bereich, bis wir uns alle wieder im Verkaufsraum vor einem Tresen versammelten. Unsere Köpfe rauchten schon von den vielen Geschichten über Kaffeeplantagen, Containerschiffe, Bio-Siegel, Mahlverfahren und Verpackunsgdesigns und wir versuchten die wirklich kurzweilig und interessant vorgetragenen Informationen in unseren Köpfen zu speichern und zu konservieren. Doch nun ging es erst mal ans Verköstigen. Begleitet von Tipps für die richtige Zubereitung (Porzellanfilter, French press und Siebträgermaschine = gut, Ninas Filtermaschine und Hannahs Kapselmaschine = nicht so gut...) durften wir drei verschiedene Arabica-Röstungen probieren. Zum Vergleich gab es auch noch eine Tasse Industrie-Supermarkt-Kaffee - bei der wir alle das Gesicht verzogen und uns erinnerten, warum wir unseren Kaffee immer mit Milch mischten... Zweieinhalb Stunden, ein Paket Kaffeebohnen und einen Porzellanfilter später waren Hannah und ich uns einig: Wir hatten heute viel gelernt und wollten in Zukunft versuchen, die Tipps und Tricks auf unseren eigenen Kaffee-Konsum anzuwenden.

 

Hier einmal die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

  • Bei den uns bekannten Kaffees wurde die Röstzeit für die Industrie auf nur 91 Sekunden gekürzt.
  • Industriekaffee enthält durch die kurze Röstzeit noch Gerbsäure, die die Magenschleimhaut reizt und so dafür sorgt, dass das Koffein in die Blutbahn gelangt.
  • Kaffee hochwertiger Qualität wird mindestens 15 Minuten geröstet (je nach Sorte auch länger).
  • In Bio-Kaffee müssen nur 30 % Bio-Kaffee drin sein, damit man Bio draufschreiben darf. Das Bio-Siegel sagt noch nichts über die Röstzeit.
  • Kaffee sollte immer im Kühschrank aufbewahrt werden, da er sich in Dosen oder in der Mühle max. 4 Tage hält.
  • Bevor man Kaffee aufbrüht, sollte das Wasser gekocht und danach ca. eine Minute abgekühlt haben.
  • Handelsübliche Kaffeemaschinen bringen das Wasser nur auf max. 80 Grad.
  • Omas Handmühle ist besser als eine elektrische Mühle, da ein Mischverhältnis aus feinstem, mittlerem und grobem Kaffee wichtig ist. (Günstige) elektrische Mühlen mahlen nur fein.

Wenn ihr mehr über das Alltagsprodukt Kaffee erfahren möchtet, können wir euch das Kaffeeseminar nur wärmstens empfehlen. In Hamburg gibt es mehrere Röstereien, die Seminare, Verkostungen oder einen Tag der offenen Tür anbieten. Also, kommt in den Norden oder haltet Ausschau nach einer Kaffee-Manufaktur in eurer Stadt. :-)

 

Und wer nur Teetrinker im Freundeskreis hat, der kann ja mal versuchen, neue Interessenspartner über die kostenlose Jetztra-App zu finden. Die gibt es jetzt nämlich auch deutschlandweit und je mehr Leute mitmachen, desto leichter wird es sein, das richtige Alltagsabenteuer für sich zu finden. Wer mehr über Jetztra wissen möchte, der liest unsere App-Empfehlung oder besucht das Start-up auf jetztra.de. Viel Spaß!


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